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BotoxClostridium botulinum - ein Bakterium, welches die Reizübertragung von Nervenzellen zum Muskel hemmt oder gar verhindert und somit zu Lähmungen führt. Inzwischen allseits bekannt ist es unter dem Namen Botox.
Bereits seit dem 18. Jahrhundert ist das Bakterium hauptsächlich als Auslöser für Lebensmittelvergiftungen durch Konserven bekannt - und gefürchtet. Inzwischen weiß man, dass durch ausreichende Säuerung, durch Salzen und Erhitzen die Gefahr durch diese Bakterien weitgehend gebannt werden kann. Dass man beschädigte oder gar aufgeblähte Konservendosen nicht verwenden soll, ist inzwischen jedem bekannt.
Inzwischen macht sich die Medizin die Wirkungsweise von Botox zu Nutze. Das Gift ist inzwischen für verschiedene Therapien zugelassen. Bei diversen Bewegungsstörungen (Dystonien) wird es inzwischen erfolgreich eingesetzt, auch gegen Spastiken nach Schlafanfällen.In der Schmerztherapie werden gute Erfolge erzielt, wenn es beispielsweise um die Beseitigung von Spannungskopfschmerzen geht. Auch durch Spastiken verursachte Verengungen im Verdauungsapparat lassen sich mit Botox beseitigen, ebenso übermä?ges Schwitzen (Hyperhidrosis axsillaris). Weitere Anwendungsgebiete werden erforscht, wie z. B. in der Urologie und der Orthopädie.
Die meisten Menschen aber kennen Botox im Zusammenhang mit der plastischen Chirurgie und der Schönheitschirurgie - durch die Möglichkeit, damit ohne Skalpell, die Mimikfalten verschwinden zu lassen. Zornfalten auf der Stirn, Plisseefältchen an der Oberlippe, Fältchen um die Augen - alle lassen sich mit Botox - Injektionen glätten.
Das Ergebnis dieser Faltenunterspritzungen zeigt sich bereits nach ein paar Tagen, hält allerdings nur circa 3 Monate an. Da die Muskeln aber im Laufe der Zeit die Neubildung von Falten "verlernen", hält die Wirkung der Botox - Injektionen immer länger an.
Obwohl es sich bei Botox um ein Gift handelt, das sogar als Bio - Waffe geeignet ist, ist es ein sehr sicheres Medikament. Die Dosierungen müssten 100 bis 1000 mal höher sein, um giftig zu wirken. Nebenwirkungen sind natürlich trotzdem nicht ausgeschlossen. Allerdings sind sie sehr selten und nicht sehr ausgeprägt, obendrein meistens vorübergehend. |
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