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Lymphdrainage

Die Griffe orientieren sich entlang dem Verlauf von Lymphgefäßen in Abflußrichtung. In bestimmter Abfolge werden einzelne einzelne Körperregionen behandelt. Durch die Dehnung des Gewebes bei der Lymphdrainage wird die glatte Muskulatur der Lymphgefäße zur Kontraktion gebracht. Diese transportieren die Lymphflüssigkeit im Kreislauf ab, deshalb hat die Lymphdrainage eine entwässernde bzw. entstauende Wirkung. Indikationen:
  • Lösen von Schwellungen und ödemen z.B: sekundäres Lymphödem nach operativer Tumorentfernung oder posttraumatische und postoperative ödeme
Kontraindikationen: Bei akuten Infekten (Gefahr der bakteriellen Vermehrung), akuter Herzinsuffizienz(Gefahr eines Lungenödems), bösartigen Tumoren(schnellere Vermehrung der Metastasen) ist die Lymphdrainage verboten! Behandlungsziele der Lymphdrainage:
  • Schmerzlinderung
  • Entstauung
  • verbesserte Eigenmotorik der glatten Muskulatur der Lymphgefäße
verschiedene Griffarten nach Vodder
  • stehende Kreise= Hände flächig auflegen, druckschwache Kreise in Richtung Lymphknoten machen, mehrmals wiederholen und Kreise dabei langsam ausführen.
  • Drehgriff = aufliegender Daumen und übrige 4 Finger kreisen in gleiche Richtung, fortschreitend im Verlauf von Lymphbahnen, Bahnen mehrmals wiederholen.
  • Schöpfgriff = flach aufliegender Daumen und übrige 4 Finger kreisen in entgegengesetze Richtung
Durchführung:
  • Der Patient liegt auf dem Rücken und sollte eine entspannte und schmerzfreie Lagerung einnehmen.
  • Es wird mit dem Hals -Schultergürtelbereich und den Armen begonnen. Es folgen Bauch, Oberschenkel und Unterschenkel.
  • Die einzelnen Griffe müssen immer in Richtung der Lymphknoten ausgeführt werden. Diese sind z.B: unterhalb des Kinns, in der Achselfalte, in der Kniekehle etc.
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